Arbeitszeitmodelle
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Beschreibung:
Konventionelle bzw. traditionelle Teilzeitarbeit (Halbtagsarbeit)
Reduzierte Tagesarbeitszeit
In diesem Zusammenhang ist von der klassischen Halbtags-Vormittags-Arbeit die Rede. Die Dauer der Arbeitszeit noch deren Lage sind nicht veränderbar.
Flexible Teilzeitarbeit
Reduzierte Wochenarbeitszeit
Hierunter ist eine Drei- oder Viertagewoche mit reduziertem Arbeitszeitbudget zu verstehen. An bestimmten Wochentagen wird in Vollzeit gearbeitet, ein oder zwei Tage sind arbeitsfrei. Der freie Tag kann nach Vereinbarung und Bedarf verschiebbar sein.
Reduzierte Monatsarbeitszeit
Diese Arbeitszeitform ist in der Praxis bisher nur selten vorzufinden. Sie kann bedeuten, dass 3 Wochen in Vollzeit und 1 Woche gar nicht gearbeitet wird. In diesem Fall wäre die Basis ein 75%iges Arbeitszeitbudget.
Eine andere Variante könnte eine 50%ige Arbeitszeit sein, die 2 Wochen volle Arbeitszeit und 2 Wochen Freizeit beinhaltet. Auch in wochenweisem Wechsel zwischen Vollzeitarbeit und Freizeit ist eine solche Verteilung der Arbeitszeit denkbar.
Teilzeitarbeit: Arbeitsplatzteilung
Die Definition der Arbeitsplatzteilung ergibt sich aus § 5 Beschäftigungsförderungsgesetz (BeschFG). Nach dieser Vorschrift spricht man von Arbeitsplatzteilung, wenn ein Arbeitnehmer mit zwei oder mehreren Arbeitnehmern vereinbart, dass sich diese die Arbeitszeit an einem Arbeitsplatz teilen. Da sich der Begriff Arbeitszeitplatzteilung wörtlich mit „Job-Sharing“ übersetzen lässt, wird in der Praxis überwiegend den aus den USA stammenden Begriff von Job-Sharing verwendet. Es bietet sich an, die Bezeichnung „Job-Sharing“ als Oberbegriff für Modelle der Arbeitsplatzteilung zu verwenden.
Job-Splittung
Bei dieser Form der Arbeitsplatzteilung kann ein Vollzeitarbeitsplatz in zwei voneinander unabhängige Teilzeitstellen aufgeteilt werden. So besteht die Möglichkeit, dass durch das Job-Splitting eine Vollzeitstelle lediglich in zwei Teilzeitstellen mit feststehenden Arbeitszeiten umgewandelt wird. Andererseits ist es auch denkbar, dass flexible Arbeitszeitgestaltungsformen, wie z.B. die Gleitzeit, mit dem Job-Splitting kombiniert werden.
Job-Sharing
Job-Sharing ist Partnerinnen bzw. Partnerteilzeit. Charakteristisch für Job-Sharing ist, dass zwei oder mehrere Beschäftigte als Gemeinschaft einen oder mehrere Arbeitsplätze unter sich aufteilen. Die Partner können Dauer und Länge ihrer individuellen Arbeitszeiten selbst festlegen. So lange sie sich mit dem oder den Arbeitsplatzpartnern einigen, sind innerhalb des für Vollzeitbeschäftigte geltenden Rahmens alle Möglichkeiten individueller Arbeitszeitverteilung gegeben. Für jeden Job-Sharing-Partner muss ein eigener Arbeitsvertrag abgeschlossen werden.
Beim Job-Sharing sind die Arbeitsplätze jeweils in sich geschlossen wie beim Job-Splitting; darüber hinaus bietet diese Form aber eine arbeitszeitliche Selbstbestimmung mit dem Partner.
Split-Level-Sharing
Die Besonderheit bei diesem Modell der Arbeitsplatzteilung besteht darin, dass die Arbeit nach Arbeitsinhalten aufgeteilt wird. Diese funktionale Arbeitsplatzteilung bietet sich für Arbeitsplätze mit unterschiedlichen fachlichen Qualifikationsniveaus an. Hier gilt die Voraussetzung, dass die Arbeitsaufgaben teilbar sind.
Beim Split-Level-Sharing erfolgt neben der arbeitszeitlichen Selbstbestimmung und der Arbeitszeitabstimmung mit dem Partner eine inhaltliche Teilung der Arbeitsaufgaben.
Zur Verdeutlichung sei folgendes Beispiel erwähnt: Eine Diplom-Kauffrau teilt sich den Arbeitsplatz mit einem Juristen. Die anfallenden betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten auf dieser Stelle obliegen der Kauffrau, während die Abwicklung von rechtlichen Arbeiten dem Juristen zugeordnet sind.
Job-Pairing
Bei dieser Form der Arbeitsplatzgestaltung verpflichten sich die Arbeitnehmer, die Arbeit zusammen zu erledigen, sich zu informieren und die wesentlichen Entscheidungen gemeinsam zu treffen.
Beim Job-Pairing übernehmen die Arbeitnehmer im Rahmen der selbstbestimmten, zeitlichen und eventuell funktionalen Aufteilung des Vollzeitarbeitsplatzes für die Erledigung der Arbeit gemeinsam die Verantwortung.
Top-Sharing
Ein Karrieremodell der Spitzenklasse
Unter Top-Sharing wird ein partnerschaftliches Führungsmodell verstanden, ein Job-Sharing in Top-Positionen. Der Begriff TopSharing wurde hauptsächlich in der Schweiz geprägt, wo es bereits Pilotprojekte gibt, mit ermutigenden Resultaten.
Reduzierte Jahresteilzeitarbeit |
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| Jahresteilzeitarbeit kann mit allen Beschäftigungsgraden durchgeführt werden. Sie kann als fixe oder flexible Teilzeitarbeit organisiert werden. Sie können beispielsweise eine 60%-Stelle auf Jahresbasis erfüllen, indem Sie: |
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Beratungen (Kooperationspartner)::
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Informationen:
- KIBIS Work-Life-Management Die flexiblen Arbeitszeitmodelle im Überblick
- Arbeitszeitmodelle arbeitsagentur.net
Artikel:
Bücher:
- Arbeitszeitmodelle: Handbuch zur Arbeitszeitgestaltung (Taschenbuch) von Johannes Gärtner (Autor), Christoph Klein (Autor), Doris Lutz (Autor), November 2008
- Flexible Arbeitszeitmodelle: Möglichkeiten und Grenzen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Klebebindung) von Egermann Ina (Autor), Oktober 2008
- Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung in der Pflege (Klebebindung) von Ronald Kelm (Autor), Dezember 2007
- Flexible Arbeitszeitmodelle (Taschenbuch) von Silke Rohde (Autor), Februar 2008
- Flexible Arbeitszeitmodelle: Möglichkeiten und Grenzen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Klebebindung) von Egermann Ina (Autor), Oktober 2008
- Auswirkungen verschiedener Arbeitszeitmodelle im ärztlichen Dienst auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Hospital Performance Outcomes (Klebebindung) von Kirstin von Trotha (Autor), Oktober 2008
- Gewerkschaften und flexible Arbeitszeitmodelle: Der Wandel in den gewerkschaftlichen Positionen (1980 - 2000) (Klebebindung), von Enrico Wiesinger (Autor),März 2008
- Evaluation flexibler Arbeitszeitmodelle am Beispiel einer Unternehmensberatung (Taschenbuch) von Christian Deller (Autor), April 2004
- Arbeitszeitmodelle - Arbeitszeitkonzepte zur Senkung der Arbeitslosigkeit (Klebebindung) von Florian Schoetzke (Autor), Juli 2007








