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über Qualifizierte Teilzeitarbeit in Deutschland

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Immer mehr Beschäftigte in Deutschland verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch Teilzeitarbeit. Allein im vergangen Jahr stieg die Zahl der Halbtagsjobber auf 11,83 Millionen (IAB). Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberger arbeitete 2007 jeder dritte Beschäftigte in Deutschland in Teilzeit. Demnach registrierten die Wissenschaftler für 2007 eine Zunahme der Teilzeitbeschäftigten um 290 000. Die Teilzeitquote in Deutschland erhöhte sich von 1996 = 21,6 Prozent auf 2007 = 33,5 Prozent.

Trotz der erfreulichen aktuellen Arbeitsmarktzahlen, haben die Menschen es immer noch schwer, eine qualifizierte Teilzeitarbeit in Deutschland zu finden. Im März 2007 suchten bundesweit über 420 000 Frauen einen Teilzeitjob und mehr als 30 000 Männer strebten eine Teilzeitposition an. Die Nachfrage ist da und übertrifft bei weitem das Angebot an Teilzeitstellen. Dieser Mangel trifft besonders Eltern, die oftmals wegen Ihrer Kinder keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen können. In erster Linie sind es die Mütter, die sich für eine Teilzeitbeschäftigung interessieren.

Der Fachkräftemangel macht sich bereits heute in vielen Branchen bemerkbar. Bundesweit sind Zehntausende unbesetzte Stellen in den technischen Berufen zu verzeichnen und auch hier gibt es zu wenig Teilzeitmöglichkeiten. Vor allem die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe, die zukunftsträchtig und meist mit sehr guten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten gekoppelt sind, werden von den Unternehmen kaum in Teilzeit angeboten, obwohl gerade diese von Arbeitgebern besonders nachgefragt werden.

Drei Viertel der deutschen Unternehmen ermöglichen derzeit Ihren Mitarbeitern mit Kindern, als Teilzeitkräfte zu arbeiten. Familienfreundlichkeit heißt angesichts des sich anbahnenden Fachkräftemangels das Zauberwort. 65 Prozent der Unternehmen bieten deshalb flexible Arbeitszeiten und andere Möglichkeiten, Beruf und Familien zu vereinbaren. Das zeigt eine internationale Erhebung des Personaldienstleisters Robert Half Finance & Accounting.

Teilzeitarbeit hat dabei zuletzt ein deutlich besseres Image bekommen als in vorigen Jahren. Mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte ist in Deutschland überzeugt, dass Teilzeitarbeiter ebenso produktiv sind wie ihre Vollzeit arbeitenden Kollegen. Zwölf Prozent der Chefs sind sogar überzeugt, dass engagierte Teilzeitarbeiter ihre Vollzeit-Kollegen überflügeln. Auch Job-Sharing und Tele-Arbeit spielen im Familienfreundlichkeitskonzept immer häufiger eine Rolle.

Immerhin gut ein Viertel der deutschen Unternehmen bieten jungen Eltern die Chance, sich mit Kollegen eine Vollzeitstelle zu teilen oder aber von zuhause zu arbeiten. Damit liegt Deutschland im Vergleich mit den europäischen Ländern vorn. Lediglich in Großbritannien spielen Job-Sharing und Tele-Arbeit noch eine größere Rolle.

Flexibilität wird häufig als Teilzeitarbeit missverstanden, sagt Katrin Suder, Partnerin bei McKinsey und Co-Autorin der Studie (McKinsey Studie untersucht Aufstiegschancen weiblicher Führungskräfte – Deutschland nur Mittelmaß in Europa- Auch Männer müssen umdenken). „Dazu zählen aber auch unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche, variierende Einsatzorte oder unproblematische Wiedereinstiegsmodelle nach der Elternzeit.“ Egal ob Mann oder Frau – künftig sollten Auszeiten für Kinderbetreuung und Phasen von Teilzeitarbeit für alle Erwerbstätigen selbstverständlich möglich, aber nicht von Dauer sein. Dies komme einer Revolution auf dem gesamten Arbeitsmarkt gleich, sei aber ein zentraler Aspekt bei dem Bemühen, den Anteil weiblicher Führungskräfte langfristig deutlich zu erhöhen, so Suder (2007).